Warum bleibt nach Einschlägen soviel Holz im Wald liegen?

Baumkronen und Äste werden nicht im Wald belassen, weil der Forst zu faul wäre, sie weg zu räumen.Vielmehr dient das sogenannte
Totholz der natürlichen Humusbildung. 
Außerdem
schützt
es frische Baumsprößlinge, die zwischen den Ästen wachsen können, ohne
sofort hungrigem Wild zum Opfer zu fallen und bildet beim Verrotten
einen speziellen Lebensraum für Klein- und Kleinstlebewesen
sowie Pflanzen.
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Warum sind Kahlschläge oder Kahlflächen kontraproduktiv für den natürlichen Wald?
Baumsprößlinge brauchen
Schatten zum Wachsen, einerseits wegen des Feuchtigkeitshaushaltes des
Bodens, andererseits aber vor allem, um den Graswuchs zu behindern. Im
nebenstehenden Bild ist sehr gut zu sehen, wie die jungen Buchen
zwischen den älteren emporwachsen. Bekommt der Boden zu viel Licht,
überwuchert das Gras die Baumsprößlinge und "stiehlt" zudem auch noch
Feuchtigkeit wie im unteren Bild zu sehen. Lediglich Birken haben die Chance, schneller als das Gras zu sein.
Die
Ausholzung des Waldes muss also so erfolgen, dass
eine ausreichende Beschattung des Bodens erhalten bleibt und nicht wie
hier, wo flächen- mäßig viel zu viel Holz entnommen wurde. Komplette
Kahlflächen wachsen demzufolge kaum nach, müssen teuer aufgeforstet und
zweimal im Jahr gemäht werden - Kosten pro Hektar etwa 10.000 € -
Kahlflächen sind also auch wirtschaftlich nicht sinnvoll.
Lediglich
in Fichtenwäldern muss bei Borkenkäferbefall kahlgeschlagen werden -
hier bleibt auch kein Totholz liegen, da es das Überleben der Käfer
sichern würde.
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Wieso stehen mitten im Wald halb abgebrochene Bäume?
Auch
hier liegt kein Versäumnis des Forstes vor, sondern es handelt sich um
stehendes Totholz, welches als Lebensraum für Tiere und Pflanzen stehen
gelassen wird. Insbesondere die vom Aussterben bedrohten Urwaldkäferarten leben von solchen Stämmen (vg. Frage 1).
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Welche Bäume dürfen in keinem Fall gefällt werden?

Dieser
Baum zu Beispiel - ein Höhlenbaum - hätte stehen bleiben müssen, da er
eine Spechtshöhle enthält. Egal, wo immer er gestanden hat -
das Fällen ist ein grober Verstoß gegen alle Regeln des Naturschutzes. Zudem gibt es
Horstbäume, in denen seltene Vögel nisten. Im Regelfall werden sie mit
einem H gekennzeichnet (siehe unten) und sind ebenfalls stehen zu
lassen.
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| Was bedeuten eigentlich die vielen Markierungszeichen an den Bäumen? |
 Zunächst
sei angemerkt, dass Farben keine Rolle spielen, wichtig ist die
Symbolik. Schrägstriche wie hier bedeuten: Baum zur Fällung
freigegeben.
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H steht für Horstbaum - hier nisten Vögel - der Baum darf nicht gefällt werden. |
Hier
handelt es sich nicht um einen für Fällung vorgesehenen Baum, sondern
um Jägerzeichen, die mit einem eingekreisten X, Pfeilen und
Entfernungen Jagdstände- bzw. Aufenthaltorte von Jägern
markieren.
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R
bzw. auch RL steht für Rückelinie und zeigt an, zwischen welchen Bäumen
demnächst eine Schneise für Forstfahrzeuge geschlagen wird. |

Umlaufende
Linien bzw ein Z zeigen an, dass es sich hierbei um einen
sogenannten Zukunfts- baum handelt. Diese Bäume dürfen nicht
eingeschlagen werden, da sie die Grundlage für den späteren Hochwald
darstellen. Sie werden erst eingeschlagen, wenn der natürliche
Nachwuchs groß genug ist.
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Hier eine besondere Markierung - die von uns den Namen bekommt
"durch Bürgerinitiative geretteter Baum". Vorher mit Schrägmarkierung
zum Fällen frei gegeben, wurde der Baum im Nachhinein zum Z-Baum
erkoren (siehe oben) - vermutlich durch unsere Aufmerksamkeit. |

Dieses spezielle Zeichen von Katja Z. spricht für sich und wird vielleicht zukünftig eine Rolle spielen
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